Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012</p>
<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012</p>
<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012</p>

Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012

<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>
<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>
<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>

Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße

<p>Aufbau Installation Thorsten Brinkmann “Ernie & Se King”, Kunstraum Seilerstraße 2011</p>
<p>Aufbau Installation Thorsten Brinkmann “Ernie & Se King”, Kunstraum Seilerstraße 2011</p>
<p>Aufbau Installation Thorsten Brinkmann “Ernie & Se King”, Kunstraum Seilerstraße 2011</p>

Aufbau Installation Thorsten Brinkmann “Ernie & Se King”, Kunstraum Seilerstraße 2011

<p>David Tremlett signiert in der Seilerstraße</p>
<p>David Tremlett signiert in der Seilerstraße</p>
<p>David Tremlett signiert in der Seilerstraße</p>

David Tremlett signiert in der Seilerstraße

<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke</p>
<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke</p>
<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke</p>

In der Druckwerkstatt von Thomas Franke

Dan Graham

Einzelblatt

Siebdruck
E 519
Proposal for the Garden-Terrace of a Hamburg Collector
46,0 x 61,0 cm

Papierqualität: 300g/qm Munken Lynx
Drucker: Martin Samuel, 1x2 Siebdruck, Berlin

Pavillon-Entwurf für einen Hamburger Sammler

von Dirk Dobke

Dan Graham beginnt seine Laufbahn als Galerist der Minimal Artists und zeigt im New York der frühen Sechzigerjahre u.a. Dan Flavin, Donald Judd und Sol LeWitt. Neben dieser Tätigkeit erscheinen von ihm regelmäßig kunsttheoretische Veröffentlichungen. Als Autodidakt gehört er zu den Pionieren der Performance- und frühen Videokunst. Als Photograph untersucht er in seiner Serie Homes for America auf künstlerisch-wissenschaftliche Weise die Standardisierung und Serialität amerikanischer Vorstadthäuser. Eine Sequenz daraus, unter anderem mit dem berühmten Bild der als Rückenansicht gezeigten Familie in einem Fast-Food- Restaurant, erscheint 1989 auch als Edition in der griffelkunst. International bekannt wird Graham neben seinen sehr konzeptionellen Arbeiten vor allem durch seine Pavillon-Skulpturen im öffentlichen Raum.
Wie schon in seinen frühen Performances setzt sich Graham auch in seinen Pavillon-Projekten vor allem mit der sozialen Interaktion in architektonischen Räumen auseinander. Die Pavillons sind in der Regel verglaste oder verspiegelte Aluminium- oder Stahlrahmenkonstruktionen, die formal deutliche Bezüge zur Minimal Art aufweisen. Sie sind ausdrücklich nicht nur Außenskulpturen, sondern begehbare Räume. Graham definiert mit ihnen technoid-kühl anmutende Orte in der Landschaft, die erst durch den Benutzer erfahrbar werden. Indem dieser die Pavillons betritt, erlebt er verschiedene Ein- und Ausblicke, Reflexionen und Durchblicke. Die Pavillons sind Architektur und Skulptur zugleich und werden so für den Benutzer zum interaktiven Gegenspieler. Als Rauminstallationen lenken und irritieren sie durch ihre Positionierung in der Landschaft die Wahrnehmung des Betrachters im Spannungsfeld von Innen und Außen. Auch die psychologischen
Komponenten wie das Verhalten der Benutzer und Betrachter zueinander und die soziale Kommunikation des Rezipienten zu seiner Umgebung
spielen für Graham eine zentrale Rolle.

Neben den zumeist öffentlich zugänglichen Pavillons entstehen in den letzten Jahren auch immer wieder solche auf privatem Grund, wie jener, dessen Entwurfszeichnung wir zu dieser Wahl als Siebdruck-Edition vorstellen. Bei diesem Pavillon handelt es sich um eine aktuelle, bislang noch nicht realisierte Arbeit für einen Hamburger Sammler, die dieser auf seiner Gartenterrasse ausführen lassen möchte.
Im professionellen Duktus eines Architekturentwurfs plant Graham eine begehbare Skulptur aus zwei parallel verlaufenden hölzernen Sprossenwänden, die durch eine semitransparente Spiegelwand in Form eines S an
den entgegengesetzten Enden verbunden werden. Der wechselnde Einfall des Tageslichts wird später die spiegelnde zu einer durchscheinenden Oberfläche werden lassen und umgekehrt. Der Betrachter wird also zum einen durch die Spiegelwand und die dahinter liegende Sprossenwand in die Landschaft blicken können und zum anderen aus der gleichen Position auf sein eigenes Spiegelbild schauen vor der dann hinter ihm liegenden Gartensituation.

255 B1
255 B2
255 B3
255 B4
255 B5
255 B6

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