Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße ©griffelkunst</p>
<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße ©griffelkunst</p>
<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße ©griffelkunst</p>

Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße ©griffelkunst

<p>Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012 ©griffelkunst</p>
<p>Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012 ©griffelkunst</p>
<p>Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012 ©griffelkunst</p>

Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012 ©griffelkunst

<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke ©griffelkunst</p>
<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke ©griffelkunst</p>
<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke ©griffelkunst</p>

In der Druckwerkstatt von Thomas Franke ©griffelkunst

<p>Yvette Kießling bei der Arbeit an der Griffelkunst-Edition ©griffelkunst</p>
<p>Yvette Kießling bei der Arbeit an der Griffelkunst-Edition ©griffelkunst</p>
<p>Yvette Kießling bei der Arbeit an der Griffelkunst-Edition ©griffelkunst</p>

Yvette Kießling bei der Arbeit an der Griffelkunst-Edition ©griffelkunst

<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst</p>
<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst</p>
<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst</p>

Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst

Madame d’Ora (Dora Kallmus)

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B-Reihe, 394. Wahl
II. Quartal 2024

Zeitschriftenphotographie von 1917–1929
Schwarzweiß-Photographie aus dem Nachlass

Papierqualität: 225 g/qm ILFORD Galerie FB 1K
Barytpapier, glänzend
Hersteller: Recom Art, Berlin
Hersteller Mappe: Buchbinderei Thomas Zwang, Hamburg

Madame d’Ora

Zeitschriftenphotographie von 1917–1929

von Stephanie Bunk

Madame d’Ora, geboren als Dora Kallmus 1881 in Wien, zählt zu den wichtigsten Mode- und Gesellschaftsphotographinnen des frühen 20. Jahrhunderts und war Vorbild für nachfolgende Generationen von Photographinnen. Nachdem sie sich bereits mit ihrem Wiener Studio einen Namen als Porträtphotographin der High Society gemacht hatte, erkannte sie schnell den durch die rasante Entwicklung der Zeitschriftenkultur in den 1910er Jahren entstandenen neuen Markt. D’Ora verbreitete ihre Bilder in großem Stil über Agenturen an Zeitschriften in Europa. Vor allem mit dem Ullstein Verlag in Berlin arbeitete sie eng zusammen, ihre Photos erschienen ab 1916 in der mondänen Lifestylezeitschrift Die Dame und ab 1924 in der Kulturzeitschrift Uhu. Im Archiv von ullstein bild finden sich an die 700 Aufnahmen aus der Hochzeit ihrer Magazinphotographie, darunter berühmte Aufnahmen, wie die von Josephine Baker und ihr Selbstporträt mit Katze. Beide Motive sind Teil der Auswahl für die »Klassiker der Photographie« Nachlassedition, die in enger Zusammenarbeit mit Dr. Katrin Bomhoff von ullstein bild entstanden ist. In ihrem Begleittext zu unserer historischen Photomappe beschreibt sie, wie die Photos von Madame d’Ora das Aussehen und den Inhalt der Zeitschrift Die Dame geprägt haben: »Ganze Bildstrecken der Dame wären ohne ihre Photographien schwer vorstellbar. Porträt, Mode, Gesellschaft, Kunst und Kultur: die Bildthemen sind hochaktuell, einmalig gefertigt und erkennbar professionell. Eine Könnerin ihres Fachs trifft auf einen der größten Zeitschriften- und Zeitungsverlage Europas.« Von der für beide Seiten fruchtbaren Zusammenarbeit legen die Photos der Edition Zeugnis ab. Das früheste Bild der Serie von der Schauspielerin Grete Jacobson wurde 1917 in Die Dame veröffentlicht. Es trägt noch Spuren der für den Druck optimierenden Retuschezeichnung, welche den besonderen Schnitt des Hauskleides der Wiener Werkstätten stärker konturierte. Zu dieser Zeit zeigte ein Großteil der publizierten Photos Porträts von Schauspielerinnen oder Damen der höheren Gesellschaft, die als modische Vorbilder fungierten. Erst ab Mitte der 1925er Jahre traten die Mode und ihre Schöpfer und Schöpferinnen in den Vordergrund – und mit ihnen das Modell als neues Ideal. Auf diese Weise entstanden modisch und gesellschaftlich moderne Frauenbilder, wie das Porträt der renommierten französischen Schauspielerin Arletty aus dem Jahr 1929. Es unterscheidet sich deutlich von den früheren Aufnahmen von d’Ora im Stil der Kunstphotographie. Neben dem Blick des Models ist es vor allem das auffallende Armband des Pariser Juweliers Jean Fouquet, das sie in Szene setzt. Aus dieser Zeit stammt auch das Selbstporträt mit schwarzer Katze, erschienen 1929 in Die Dame. Die starken Helligkeitskontraste entsprechen dem modernen Stil der Zeitschriftenphotographie. Doch sie bleibt auch ihrem Spiel mit der Unschärfe und dem Weichzeichner treu, der den Blick der Photographin geheimnisvoll verwischt.

Außer der Modephotographie galt d’Oras Leidenschaft dem Tanz. Sie photographierte das Who’s who des Tanzes in Wien und Paris, darunter Rigmor Rasmussen, Yvonne Georgi und Harald Kreutzberg. Vor allem die Porträts und Aktphotographien von Josephine Baker erlangten große Bekanntheit und Verbreitung.

Madame d’Oras Werk wurde in verschiedenen Retrospektiven gezeigt, zuletzt 2018 im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg und im Leopold Museum in Wien. Ausstellungen mit einem Schwerpunkt auf Photographien von ullstein bild waren u.a. in New York (2020/21) und Stockholm (2022) zu sehen.
Katalog zur Retrospektive: Faber, Monika; Ruelfs, Esther; Vukoviç, Magdalena (Hg.): Machen Sie mich schön, Madame d’Ora, Wien 2017

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1881 geboren in Wien, Österreich, 1963 gestorben in Frohnleiten, Österreich

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