griffelkunst

Hoch aufgelöst: Claus Georg Stabe

Die beiden Einzelblätter “Shadows in a Frame” entstehen im Zeitraum von einem halben Jahr in der Druckwerkstatt stein_werk. von Thomas Franke in Leipzig. Katharina Wutzler hat den Entstehungsprozess photographisch festgehalten (Photos 4-9 und Teaser).

Den Ausgangspunkt bilden Kugelschreiberzeichnungen, die Claus Georg Stabe mit einem Cuttermesser zerlegt und neu zusammensetzt. Dabei arbeitet er nicht passgenau, sondern spielt mit Überlagerungen, Wiederholungen und Leerstellen. Diese Collagen hat Stabe für den Siebdruck in ein Graustufenraster umgewandelt und auf Folie ausgedruckt. In der Werkstatt entwickelt er aus diesem Material neue Collagen, indem er auch die Folien „sampelt“. 

Die ersten Andrucke erfolgen mit schwarzer Farbe. Erst wenn die Vorlagen fertig sind, geht es an die Auswahl der Farben. Jedes Blatt setzt sich aus vier Farben zusammen, die teilweise mehrfach übereinander gedruckt werden.

Jedes Motiv setzt sich aus vier Farben zusammen. Dabei ist die Reihenfolge und Dichte des Farbauftrags im Siebdruck entscheidend.

Aus einer großen Auswahl an kleineren Andrucken in verschiedenen Farbstellungen, werden zwei Varianten für den Druck der großformatigen Einzelblätter ausgewählt. Dabei gilt es, das Ergebnis der Andrucke erneut zu erzielen – oder zu verbessern.