griffelkunst

Raoul Hausmann in der Berlinischen Galerie

Die Berlinische Galerie besitzt die weltweit größte Sammlung zur Berliner Dada-Bewegung und betreut den Teilnachlass Hausmanns aus der Zeit vor 1933; sie bildet den Grundstock für die Präsentation. Aus dieser Werkgruppe stammen auch die Editionen, welche die griffelkunst damals noch unter Mitwirkung der Künstlerin Prévot realisiert hat. Prévot hat ebenfalls Photographien in der griffelkunst ediert, die nun neben dem Werk Hausmanns in der Berlinischen Galerie zu sehen sind.

Zur Ausstellung ist ein wunderbarer Katalog entstanden, auf dessen Cover ein Photo von Hausmann zu sehen ist, das Griffelkunst-Mitgliedern bekannt sein könnte. Es stammt von niemandem Geringeren als August Sander, der Hausmann gleich zwei Mal für seine Sammlung der Menschen des 20. Jahrhunderts photographiert hat. Das Motiv des Ausstellungskatalogs „Raoul Hausmann als Tänzer“ aus dem Jahr 1929 wurde 1987 von der griffelkunst als Edition aus dem Nachlass verlegt.

Wer mehr von der Biographie Hausmanns erfahren möchte, sollte sich auch die aktuelle Folge des ZEIT-Podcasts „Augen zu“ anhören (zu finden über die Homepage der Berlinischen Galerie, der ZEIT oder Spotify). Giovanni di Lorenzo und Florian Illies schwärmen darin gerade von Hausmanns Photographien. Dass diese nicht in Vergessenheit geraten sind, ist auch der editorischen Arbeit der griffelkunst zu verdanken.