A Rose is a Rose is a Rose …
Rolf Roses Bilder sind reine Farbe. Mal pastos auf Holzplatten gespachtelt, mal dickflüssig verteilt und zu feinen Rillen gekämmt, dann wieder gestisch und farbgewaltig mit Pinsel oder Spachtel auf die Leinwand gebracht. Die Farbe wird zum reinen Ausdruck. Keine Darstellung – und doch Werke voller Emotion. Seit sechzig Jahren führt uns Rolf Rose vor, wie viel Poesie, Kontemplation, aber auch Pathos, Wucht und Schwere in diesem Material liegen können, wenn er es auf den Bildträger bringt
A Rose is a Rose is a Rose … – so lautet eine bekannte Gedichtzeile von Gertrude Stein. Das Gedicht verweist darauf, dass die Dinge sind, was sie sind – und darin ihre Beständigkeit liegt. Treffender ließe sich auch die Konstanz in Rolf Roses Schaffen kaum beschreiben. Längst ist Rolf ein Kapitel norddeutscher Kunstgeschichte – und zugleich ein höchst lebendiges und produktives. Zahlreiche Galeristinnen und Galeristen begleiten ihn seit Jahren bundesweit; die Hamburger Kunsthalle sowie viele andere öffentliche und private Sammlungen besitzen Werke von ihm. Bereits 1985 verlegte die Griffelkunst seine beiden ersten Einzelblätter: ein roter und ein schwarzer Holzschnitt, satt gedruckt, mit den damals für ihn typischen vertikalen Farbgraten. Es folgten über die Jahre fünfzehn weitere Motive
Wie gewohnt flink bewegt sich Rolf durch die verwinkelten Etagen seiner ehemaligen Mühle, die ihm als Wohn-, Atelier- und Lagerraum dient – gefühlt in umgekehrter Reihenfolge. Im Minutentakt zeigt er uns neue Werke: Wiedergefundenes, Eingelagertes, Geliebtes und weniger Geliebtes sowie Arbeiten, die er einst als „zu fröhlich“ beiseite legte und die nun zu neuen Ehren kommen. Vieles steht schon für kommende Ausstellungen bereit.
Aktuell bereitet er gleich zwei Präsentationen vor: Im April eröffnet eine große Schau in Nizza, und Ende Mai zeigt er neue Arbeiten im Palais für aktuelle Kunst in Glückstadt an der Elbe.
Herzlichen Glückwunsch, lieber Rolf – danke für Deine große und bis heute ungebrochene Schaffenskraft. Mach bitte noch lange so weiter!
Es grüßen Dich herzlich,
Brigitte Bedei, Dirk Dobke und das Team der griffelkunst