Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst</p>
<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst</p>
<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst</p>

Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst

<p>Aufbau Installation Thorsten Brinkmann “Ernie & Se King”, Kunstraum Seilerstraße 2011 ©griffelkunst</p>
<p>Aufbau Installation Thorsten Brinkmann “Ernie & Se King”, Kunstraum Seilerstraße 2011 ©griffelkunst</p>
<p>Aufbau Installation Thorsten Brinkmann “Ernie & Se King”, Kunstraum Seilerstraße 2011 ©griffelkunst</p>

Aufbau Installation Thorsten Brinkmann “Ernie & Se King”, Kunstraum Seilerstraße 2011 ©griffelkunst

<p>Im Atelier von Anja Tchepets ©griffelkunst</p>
<p>Im Atelier von Anja Tchepets ©griffelkunst</p>
<p>Im Atelier von Anja Tchepets ©griffelkunst</p>

Im Atelier von Anja Tchepets ©griffelkunst

<p>Jenny Holzer Edition entsteht ©griffelkunst</p>
<p>Jenny Holzer Edition entsteht ©griffelkunst</p>
<p>Jenny Holzer Edition entsteht ©griffelkunst</p>

Jenny Holzer Edition entsteht ©griffelkunst

<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>

Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst

Henrik Eiben

B-Reihe / 379. Wahl
III. Quartal 2020

Holzdruck, Aquatinta

Ventura 1–6

1. Ventura 1
62,0 × 50,0 cm / 45,5 × 38,0 cm
2. Ventura 2
53,5 × 41,0 cm / 38,0 × 29,0 cm
3. Ventura 3
53,5 × 41,0 cm / 38,0 × 29,0 cm
4. Ventura 4
53,5 × 41,0 cm / 38,0 × 29,0 cm
5. Ventura 5
53,5 × 41,0 cm / 38,0 × 29,0 cm
6. Ventura 6
62,0 × 50,0 cm / 45,5 × 38,0 cm

Papierqualität: 250 g/qm Zerkall-Bütten Alt Bern
Drucker: Atelier für Druckgrafik, Wedel

Vom Glück neugierig zu sein

Die Werke von Henrik Eiben reichen von Malereien, zarten Papierarbeiten bis zu raumgreifenden Installationen. Häufig kombiniert er unterschiedliche Materialien und Techniken und testet im Entstehungsprozess die Grenzen des jeweiligen Mediums aus. So sind im produktiven Umgang mit reduzierten Formen und traditionellen druckgraphischen Techniken sechs farbige Blätter für die griffelkunst entstanden, die getragen sind von Gegensätzen: Schwere und Transparenz, Hoch- und Tiefdruck, Räumlichkeit und Leere.
Die Serie fasst der Künstler unter dem Titel Ventura (Glück) zusammen, da er es auf vielerlei Ebenen als großes Glück empfunden hat, diese Serie zu realisieren. Über seine Intention und Arbeitsweise hat Brigitte Bedei ein kurzes Interview mit dem in Hamburg lebenden Künstler geführt:

griffelkunst: Henrik, du bist Zeichner, Maler und Objektkünstler. Beschrieben wirst du als Materialjongleur und Talent für Texturen. Wie würdest du deine Arbeitsweise beschreiben?

Henrik Eiben: Mir geht es um den Raum und das Gefühl, wie man an ein Objekt herangeht. Dadurch werden die klassischen Formen der Skulptur, Malerei und Zeichnung immer wieder neu hinterfragt. Viele Arbeiten lassen sich gar nicht klassisch einordnen, sondern siedeln sich dazwischen oder über die Genres hinaus an. So wird Malerei zur Skulptur oder Skulptur zur Malerei oder eben etwas zwischen den Welten. Aber das darf jeder für sich entdecken.

griffelkunst: In deinen Arbeiten findet man ein fast spielerisches Austesten des jeweiligen Mediums, mit dem du arbeitest. Wir waren gespannt zu sehen, wie du die druckgraphischen Techniken einsetzen würdest. Wie war deine Arbeit in der Werkstatt? Welche Technik kam für deine Edition zum Einsatz?

Henrik Eiben: Daniel Vogler und Lars Dahms vom Atelier für Druckgrafik in Wedel waren mit ihrem Einfühlungsvermögen und ihrer Kompetenz die idealen Begleiter für dieses Projekt. Ich fühlte mich gut aufgehoben. Es kam in allen sechs Motiven eine Kombination aus Holzschnitt und Radierung mit Pinselätzung zum Einsatz.

griffelkunst: Diese Verbindung ist ungewöhnlich – aber in der Kombination fast charakteristisch für deine Arbeit. Wie würdest du die Eigenheiten dieser beiden Techniken beschreiben und wie setzt du sie ein?

Henrik Eiben: Beide Verfahren stehen ja in Kontrast zueinander. Das Tiefdruckverfahren, welches das Blatt stempelt und prägt und im Gegensatz das Hochdruckverfahren, welches sich hervorwölbt und aus dem Blatt heraussticht. Beide Verfahren zu vereinen war der Reiz, das Nicht-Festlegen auf eine Technik. Auch hier ist es die Synergie zwischen den Verfahren, die es so spannend macht.

griffelkunst: Auf deinen farbigen Blättern sehen wir überwiegend geometrische Formen, Abstraktion herrscht vor – dennoch wirken sie nicht streng durchkomponiert, sondern eher leicht, fast spielerisch. Entstehen deine Arbeiten intuitiv oder folgen Form und Farbe einem bestimmten System?

Henrik Eiben: Das System ist immer ein Gefühl oder ein innerer Impuls. Manchmal geht es sehr schnell – gelegentlich begleiten mich Themen auch über längere Zeiträume. Der Leichtigkeit geht immer ein Prozess des Ausprobierens vorweg und des Getriebenseins voran. Diese Art des Arbeitens erlaubt es dem Betrachter, sein eigenes Sehen in den Arbeiten zu entfalten.

379 B1
379 B2
379 B3
379 B4
379 B5
379 B6

Henrik Eiben
geboren 1975 in Tokio, lebt und arbeitet
in Hamburg

1997–2002 Academy of Visual Arts and Design, Enschede, Niederlande
2001 Maryland Institute College of Art, Baltimore, USA
2002–2004 Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe

Einzelausstellungen
2020 Bartha Contemporary, London
Galerie Nikolaus Ruzicska, Salzburg
2019 Daybreaker, Pablo’s Birthday, New York, USA
spellbound, Schwarz Contemporary, Berlin

Ausstellungsbeteiligungen
2020 groupshow, (I. Knoebel, R. Tuttle) Galerie Christian Lethert, Köln
2019 Kosmos Hanck, Museum Kunstpalast, Düsseldorf

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