Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>

Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>

Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>
<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>
<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>

Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012

<p>Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis</p>
<p>Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis</p>
<p>Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis</p>

Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis

<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>
<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>
<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>

Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße

Linn Schröder

B-Reihe / 356. Wahl IV. Quartal 2014
C-Prints
48,5 x 40,0 cm / 44,3 x 35,8 cm

To the Moon, 2008
1. Ohne Titel
2. Ohne Titel
3. Ohne Titel
4. Ohne Titel
5. Ohne Titel
6. Ohne Titel

Papierqualität: Kodak Professional Endura Premier glossy
Hersteller: Fotocompany Altona, Hamburg

Im Widerschein des Mondes – oder nachts sind alle Katzen ...

von Stephanie Bunk

Als »Nachtstücke« könnte man Linn Schröders Photographien der Serie To the Moon bezeichnen, denn die Figuren entwickeln sich oft nur als Silhouetten aus der Dunkelheit heraus. Wie der Mond das Licht der Sonne reflektiert und allein dadurch sichtbar wird, so reflektieren die abgebildeten Gegenstände und Großstadtszenen das Licht des Mondes und anderer nächtlicher Lichtquellen. Straßenlaternen, Durchblicke und Spiegelungen tauchen die Szenen in ein geheimnisvolles Licht, heben einzelne Elemente hervor und lassen die Bilder aus sich heraus leuchten. Das erste Motiv der Serie zeigt die dunklen Silhouetten zweier Wolkenkratzer, hinter denen ein Stück des nächtlichen Himmels über New York vom Licht einer Feuerwerksrakete erhellt wird. Die Atmosphäre changiert zwischen Magie und Bedrohung, Traum und Katastrophe, Poesie und Science Fiction. Dieses Oszillieren zwischen Schönheit und Schrecken wird vor allem auf dem Bild der Serie, auf dem Menschen zu sehen sind, deutlich (B 4): eine Frau und ihr Kind hocken auf einer Bordsteinkante und schauen in den Himmel. Was sehen sie? Das Feuerwerk? Einen Himmelskörper? Vielleicht den Mond? Alles ist möglich, denn Linn Schröders Bilder lassen alle Möglichkeiten zu. Obwohl die Photographin dokumentarisch arbeitet und ihre Motive nicht inszeniert, erzeugt sie ein hohes Maß an Künstlichkeit. Sie enthebt das Abgebildete dem Bereich des Wirklichen – so, als würden die Szenen sich auf dem Mond abspielen und nicht nur von ihm auf der Erde beleuchtet werden.
Das unwirkliche, überirdische Licht verbindet die sechs Aufnahmen der Serie To the Moon miteinander, und doch steht jedes Blatt für sich allein. Jedes für sich markiert einen kleinen Schnitt in der Zeit, ein Anhalten eines alltäglichen Moments, in dem sich die Wirklichkeit zu einem Bild verdichtet. Dabei hält die Künstlerin ihre Bilder in einem Schwebezustand, der keine bestimmte Bedeutung festlegt und nichts benennt. Vor allem Blatt fünf der Serie gibt dem Betrachter Rätsel auf: Zeigt es den Blick aus einem Flugzeug auf eine schlafende Stadt oder ist es die Spiegelung des Nachtlichts in einer Pfütze, die das Mosaik aus verschiedenen Formen so geheimnisvoll funkeln lässt? Schröders Aufnahmen entziehen sich der sprachlichen Beschreibung und entführen den Betrachter in den Bereich des Unsagbaren und Magischen, das nicht anders auszudrücken ist als auf der Ebene des Bildes. Die Künstlerin zeigt auf diese Weise, dass in den Dingen des Alltagslebens mehr ist, als wir im Geschehen wahrnehmen können, ein Geheimnis, das es in ihren Photographien zu entdecken gilt.

Linn Schröder

1977 geboren in Hamburg

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