Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Jenny Holzer Edition entsteht ©griffelkunst</p>
<p>Jenny Holzer Edition entsteht ©griffelkunst</p>
<p>Jenny Holzer Edition entsteht ©griffelkunst</p>

Jenny Holzer Edition entsteht ©griffelkunst

<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012 ©griffelkunst</p>
<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012 ©griffelkunst</p>
<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012 ©griffelkunst</p>

Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012 ©griffelkunst

<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen ©griffelkunst</p>
<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen ©griffelkunst</p>
<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen ©griffelkunst</p>

Drucke von Anja Tchepets entstehen ©griffelkunst

<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>

Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst

<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>

Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst

Richard Deacon

A-Reihe / 360. Wahl IV. Quartal 2015
Lithographien

1. Beijing #1 86,0 x 33,0 cm
2. Beijing #2 86,0 x 33,0 cm
3. Beijing #3 42,0 x 40,0 cm
4. Beijing #4 42,0 x 45,0 cm
5. Delhi 65,0 x 51,0 cm
6. Jaipur 51,0 x 65,0 cm
7. Silk Road 52,0 x 38,5 cm

Seide: Nr. 1, 2 Doupionseide von Barth & Könenkamp Seiden GmbH & Co. KG, Bremen
Papierqualität: Nr. 3, 4, 7 260 g/qm Zerkall Bütten; Nr. 5, 6 210 g/qm Zerkall Bütten
Drucker: Felix Bauer, Köln

What can I do that differs?

von Ulrich Krempel

Richard Deacons künstlerische Entwicklung ist hier nicht nachzuzeichnen, zu komplex ist deren Gang, und zu vielfältig die Medien seiner Arbeit. Der Zeichnung und weiteren Arbeiten auf Papier ist jedoch, neben der Skulptur, ein erstaunlich umfangreicher Teil seiner Arbeit gewidmet.

Nach ersten großen Konstruktionszeichnungen für spätere Skulpturen in der zweiten Hälfte der Siebzigerjahre, entwickelte sich die Zeichnung in unterschiedlichsten Arbeitszusammenhängen. Vorbereitende Konstruktionen für Skulpturen sind dabei ebenso zu finden (etwa für Blind, Deaf and Dumb, 1985) wie Radierungsfolgen, in denen sich konstruktive Elemente mit zeichnerischen Schraffuren und Parallelen verbinden, um Körper und Volumina erscheinen zu lassen (etwa in der Folge Muzot, 1987).

Deacons lakonisch reduzierte, systematische Strichführung lässt ihn wie prädestiniert erscheinen für die Arbeit sowohl in der Zeichnung als auch in graphischen Medien wie der Radierung oder der Lithographie. So entstehen neben Folgen von Tuschzeichnungen (Atlas: Gondwanaland Drawings, und Atlas: Laurasia Drawings, beide 1990) oder Untitled Drawings, 1996, auch weitere Radierungen, wie die heitere Folge der »merkwürdigen« Gemüse und Obste (Karotten, Kartoffeln und Äpfel), 1992.

2005 beschäftigte sich der Künstler bei einem Aufenthalt im Oxford Centre for Gene Function mit dem Problem der Erkennbarkeit von Strukturen elektronenmikroskopischer Untersuchungen. »Die Serie von Zeichnungen, die ich begann, kreiste um die Idee, dass sich der betrachtete Gegenstand nicht auflösen ließ. Eine derartige Gruppe von Zeichnungen umfasste komplexe ineinandergreifende Formen, deren Teile durch dicht beieinanderliegende, horizontale und vertikale Linien abgegrenzt waren… Bei einer zweiten Gruppe befand sich eine Form innerhalb der anderen und war wiederum separat durch eng beieinander liegende Linien markiert…« (Interferenz, in: Richard Deacon, So, And, If, But, Schriften 1970–2012, Düsseldorf 2014, S. 283). So entsteht eine umfangreiche Folge von Zeichnungen unter dem Titel Some Interference, die 2011 und 2012 während eines Studienaufenthaltes im Singapore Tyler Print Institute weitergeführt wird, während Deacon Papiere nun auch dreidimensional faltet und in Standskulpturen oder Wandreliefs überführt.

Nach der Rückkehr von einem Aufenthalt in Ladakh entstanden 2014 drei erste Drucke mit neuer Motivik, fußend auf Zeichnungen aus Ladakh. Die Arbeiten für die griffelkunst entstanden danach. Die gemeinsame Arbeit mit dem Drucker Felix Bauer generierte nun auch die Idee der Drucke auf Seide, deren schmalhohes Format an buddhistische Zeremonialschals erinnert und die hier in den Arbeiten Beijing #1 und Beijing #2 vorliegen. (Man kann sie ja übrigens, gedreht, auch wieder zusammenlegen und zu einer großen Form zusammenfügen.)

Die Arbeiten Beijing #1–3 und Delhi greifen die Kreuzschraffuren der »Interferenzen« wieder auf. Richard Deacon berichtet, dass Beijing #4 zunächst als zweite Farbe für Beijing #3 gedacht war, dann aber als stark genug als ein eigenes Blatt gesehen wurde. Die Arbeit knüpft an die Wandzeichnungen Deacons der letzten Jahre (wie Bamako Twins, 2015 ) an. Jaipur greift die Struktur einer großen Arbeit Deacons im Schaufenster der Galerie Thomas Schulte in Berlin auf, erinnert aber auch an die Textur der Siebdruckfolge Sleeping Beauty, 2012, in ihrer von einem Hemdmuster Deacons stammenden Rhythmik. In Silk Road, der zweifarbigen Arbeit, ist die orange Form aus Kreisbögen konstruiert, die allmählich im zeichnerischen all-over gefüllt wurden. Die weiße Öffnung in der Mitte wurde dann mit dem dunklen Rechteck geschlossen; sie bleibt aber in Anblick erkennbar und gibt der Arbeit so räumliche Tiefe.

360 A1
360 A2
360 A3
360 A4
360 A5
360 A6
360 A7

Richard Deacon

geboren 1949 in Bangor, Wales

 

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