Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014 ©griffelkunst</p>
<p>Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014 ©griffelkunst</p>
<p>Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014 ©griffelkunst</p>

Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014 ©griffelkunst

<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>

Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst

<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>

Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst

<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke ©griffelkunst</p>
<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke ©griffelkunst</p>
<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke ©griffelkunst</p>

In der Druckwerkstatt von Thomas Franke ©griffelkunst

<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst</p>
<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst</p>
<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst</p>

Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst

Fred Koch

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Mappe

C-Reihe / 390. Wahl
II. Quartal 2023

Pflanzenphotographien der 1920/30er Jahre
Schwarzweiß-Photographie aus dem Nachlass

C1 Nickende Distel, bis 1930
30,4 × 24,3 cm / 19,6 × 18,8 cm
C2 Arum maculatum ca. 9 × vergrößert, bis 1930
30,4 × 24,3 cm / 24,9 × 18,8 cm
C3 Bryonia, Zaunrübe, bis 1930
30,4 × 24,3 cm / 27,2 × 18,8 cm
C4 Schwertlilie, um 1930
30,4 × 24,3 cm / 25,8 × 18,8 cm
C5 Sarothamnus scoparius, Leguminosae, Besenginster, Blütenausschnitt, um 1929/30
30,4 × 24,3 cm / 25,8 × 18,8 cm
C6 Crassulaceae, Echeveria, von oben, 1930er Jahre
30,4 × 24,3 cm / 24,9 × 18,8 cm

Papierqualität: 225 g/qm, ILFORD Galerie FB 1K Barytpapier, glänzend
Hersteller: Foto Company Altona
Hersteller Mappe: Buchbinderei Thomas Zwang, Hamburg

Nicht zu übersehen:
Pflanzenphotographien von Fred Koch


Der grosse Reiz der Pflanzenphotos liegt in der Darstellung der Formen. Nirgends wird man mehr Freude an ihnen haben als hier, nirgends ist aber auch die Gefahr grösser, sie zu übersehen. (Fred Koch)

»Sein Name sollte in keinem photographischen Nachschlagewerk fehlen, denn Fred Koch (1904–1947) zählt mit seinen neusachlichen Schwarzweißphotographien zu den wichtigen Photographen der Weimarer Republik. Aufgrund der meist anonymen Veröffentlichungen und seines frühen Todes 1947 ist er aber in Vergessenheit geraten. Fred Koch ist ein unermüdlicher Tüftler, er entwirft Spezialkameras für extreme Tiefenschärfen im Makrobereich, optimiert seine Apparaturen, studiert die Ausleuchtungsmodalitäten bis ins kleinste Detail und veröffentlicht Texte, u.a. über seine Erfahrungen beim Photographieren von Pflanzen. Seine meisterhaften Pflanzenphotographien gilt es zu entdecken.« Stefanie Odenthal

Dass die griffelkunst auf Fred Koch aufmerksam geworden ist, verdanken wir Stefanie Odenthal, Stiftungsmanagerin und Kuratorin der Alfred Ehrhardt Stiftung, die mit der Ausstellung und dem begleitend erschienenen Buch Fred Koch. Naturfotografie der 1920/30er Jahre einen wesentlichen Beitrag zu dessen Wiederentdeckung geleistet hat. Von ihr stammt auch der Begleittext zur Serie welcher der Mappe mit allen sechs Motiven beiliegt. Darin entwickelt Stefanie Odenthal entlang der einzelnen Aufnahmen den Werdegang des Photographen und Charakteristika seines Stils. Er zählt neben Albert Renger-Patzsch und Karl Blossfeldt zu den wichtigen und frühen Vertretern der Photographie der Neuen Sachlichkeit, die sich durch die intensive Beschäftigung mit Pflanzen auszeichnet. Während Blossfeldt, dessen Photographien wir bereits in der griffelkunst verlegt haben, Pflanzen wegen ihrer ornamentalen und monumentalen Formen als Vorlagen für seinen Unterricht entdeckte, entstehen die meisten Aufnahmen Kochs zur Illustration der Theorien des Schriftstellers, Philosophen, Verlegers und Biosophen Ernst Fuhrmann, für dessen Verlag er von 1928 bis 1930 das photographische Archiv leitete. Darin folgte er Albert Renger-Patzsch nach, von dem er vermutlich in den Jahren zuvor die Kunst der Pflanzenphotographie erlernt hatte. Den Ansatz Ernst Fuhrmanns und dessen Wirkung auf das Werk Fred Kochs beschreibt Stefanie Odenthal in ihrem Text folgendermaßen:

»Ernst Fuhrmanns Ziel ist die Erstellung einer ›universalen Botanik‹. Er entwickelt in intensiver Beschäftigung mit der Natur die Biosophie, eine komplexe Lehre, die die Zusammenhänge der menschlichen und pflanzlichen Lebensprozesse untersucht. Er geht von einer animalischen Funktion der Pflanze als dämonisches und sexualisiertes Lebewesen aus und bildet diese philosophische Naturdeutung auch in seinen populären Photobüchern und Aufsätzen über Pflanzen ab. Fuhrmanns Vorstellungen entsprechend, heben Fred Kochs Inszenierungen das »Lebendige der Pflanzen« so pointiert hervor, wie kein anderer Photograph seiner Zeit. […]

Den Stilmitteln der neusachlichen Photographie folgend, verwendet Fred Koch Nahansichten, extreme Ausschnitte und stark akzentuierte Beleuchtungskontraste. Die Nickende Distel (Carduus nutans) photographiert Fred Koch frontal und setzt den Korbblütler wie ein Porträt ins Bild. Die Rosette im Zentrum wird exzellent ausgeleuchtet, umringt von einem in verschiedenen Grautönen gehaltenen Kreis. So hebt sich der stark bewehrte Blattrand einer Gloriole gleich heller vor dem schwarzen Hintergrund ab. Durch die Isolierung von der natürlichen Umgebung und der damit einhergehenden Verschiebung der Größenverhältnisse inszeniert Fred Koch bravourös den Detailreichtum der faszinierenden Pflanzenwelt.«

Weiterlesen: Stefanie Odenthal (Hg.) für die Alfred Ehrhardt Stiftung: Fred Koch. Naturfotografie der 1920/30er Jahre, Köln 2022

Fred Koch

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1904 geboren in Berleburg, gestorben 1947

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