Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen ©griffelkunst</p>
<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen ©griffelkunst</p>
<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen ©griffelkunst</p>

Drucke von Anja Tchepets entstehen ©griffelkunst

<p>Bogomir Ecker signiert in der Seilerstraße, Hamburg ©griffelkunst</p>
<p>Bogomir Ecker signiert in der Seilerstraße, Hamburg ©griffelkunst</p>
<p>Bogomir Ecker signiert in der Seilerstraße, Hamburg ©griffelkunst</p>

Bogomir Ecker signiert in der Seilerstraße, Hamburg ©griffelkunst

<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße ©griffelkunst</p>
<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße ©griffelkunst</p>
<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße ©griffelkunst</p>

Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße ©griffelkunst

<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst</p>
<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst</p>
<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst</p>

Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012 ©griffelkunst

<p>Drucker Detlef Jäger beim Auftragen der Farbe auf eine Radierplatte ©griffelkunst</p>
<p>Drucker Detlef Jäger beim Auftragen der Farbe auf eine Radierplatte ©griffelkunst</p>
<p>Drucker Detlef Jäger beim Auftragen der Farbe auf eine Radierplatte ©griffelkunst</p>

Drucker Detlef Jäger beim Auftragen der Farbe auf eine Radierplatte ©griffelkunst

Agenda – aktuelle Ausstellungshinweise und News

Spuren aus Licht: Eske Schlüters

Während Photographie aus dem Altgriechisch übersetzt das Schreiben mit Licht bedeutet, so ist das Photogramm die einzelne Linie, also die kleinste mögliche Geste, die sich mit Licht erzeugen und festhalten lässt. Im Photogramm wird der zwischen Lichtquelle und Photopapier gebrachte Gegenstand ohne Einsatz einer Kamera als reine Kontur festgehalten. Die Abbildungsgenauigkeit der Photographie entfällt und macht Platz für einen eher experimentellen Umgang mit dem Objekt. Doch auch für dokumentarische Zwecke wurde das Photogramm eingesetzt, etwa von der Botanikerin Anna Atkins, die im 19. Jahrhundert Abbilder von Pflanzen mit Hilfe der Cyanotypie schuf, einer dem Photogramm verwandten Technik.

Beide Gebrauchsweisen des Photogramms, die experimentelle und die wissenschaftliche, verbindet Eske Schlüters in ihrer Serie. Sie reizen ganz generell Widersprüche, und so geht auch ihre Edition einem Widerspruch nach, denn wie kann man etwas abbilden, das es gar nicht mehr gibt? Möglich wurde die Sichtbarmachung von etwas Verschwundenem durch die digitale Technik: Die Serie ist vollständig am Computer entstanden. Dank der Digitalisierung von Archiven und Sammlungen fand die Künstlerin Abbildungen von getrockneten Pflanzenteilen in Herbarien im Internet. Diese hat sie digital bearbeitet, sodass sie sich als weiße Formen vor einem schwarzen Fond abheben. Die Binnenstruktur der Pflanzenteile hat sie erhalten, sodass der Eindruck entsteht, sie wären durchleuchtet worden. Auch kleine Details, die auf die Herkunft aus einem Archiv hinweisen, wie etwa Nummern, hat sie übernommen oder hinzugefügt.

Als Drucktechnik für die Dateien hat Schlüters den Inkjet-Print ausgewählt, da bei diesem viele verschiedene Arten von Papier zur Verfügung stehen. Ihre Wahl fiel auf ein weißes, hochmattes Papier, das im Druck extreme Schwärze zeigt und eine samtige Oberfläche hat. Die Prints sind dadurch besonders empfindlich und erfordern einen umsichtigen Umgang. Wir bieten die Serie in einer Mappe an, welche Eske Schlüters zusammen mit Flo Gaertner von Magma design studio entwickelt hat. Die vier Blindprägungen auf Vorder- und Rückseite lassen sich eher erspüren als betrachten. Die Prägung eines Lineals im Maßstab 1:1 nimmt erneut Bezug auf den archivarischen Charakter der Serie, die diese Pflanzen vor dem Vergessen schützt.

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