Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst</p>

Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ©griffelkunst

<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße ©griffelkunst</p>
<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße ©griffelkunst</p>
<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße ©griffelkunst</p>

Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße ©griffelkunst

<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012 ©griffelkunst</p>
<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012 ©griffelkunst</p>
<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012 ©griffelkunst</p>

Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012 ©griffelkunst

<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße ©griffelkunst</p>
<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße ©griffelkunst</p>
<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße ©griffelkunst</p>

Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße ©griffelkunst

<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen ©griffelkunst</p>
<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen ©griffelkunst</p>
<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen ©griffelkunst</p>

Drucke von Anja Tchepets entstehen ©griffelkunst

Agenda – aktuelle Ausstellungshinweise und News

In seinem Element: Roman Moriceau

Roman Moriceau liebt das Experiment: ob in der Dunkelkammer, in Ausstellungen oder im Siebdruck sucht er nach neuen Wegen des Ausdrucks. So druckt er seine Motive nicht mit gewöhnlichen Farben, sondern erfindet eigene aus Lebensmitteln. Dafür verwendet er die sogenannten Superfoods wie getrocknete Früchte, die er zermahlt und wie Pigmente einsetzt. Diese zersetzen sich mit der Zeit, und aus den leuchtenden Farben werden Grau- und Brauntöne, die an alte Photographien erinnern. Auch mit reinem Kupferpigment arbeitet er schon seit mehreren Jahren, denn auch das Kupfer altert, womit es zu einem Indikator für das Vergehen der Zeit wird. Während der Künstler für seine Drucke das Pigment lose auf den mit farblosem Lack gedruckten Motiven verteilt, musste für die Edition eine Lösung gefunden werden, bei der das Kupfer stärker eingebunden ist. Gemeinsam mit unserem Drucker und Gruppenleiter in Zülpich, Gundolf Roy, hat Moriceau an dem Verfahren gefeilt. Die entstandenen Siebdrucke verbinden die glitzernde Oberfläche der Metallfarbe mit der notwendigen Haltbarkeit, die wir als Anforderung an unsere Editionen stellen. Ob und wie die Drucke mit der Zeit ihre Farbe wechseln, bleibt abzuwarten. Aber Sie können sicher sein, dass sich dieser beabsichtigte Alterungsprozess über Jahrzehnte hinziehen und bei guter Pflege sogar ganz ausbleiben wird. Gute Pflege heißt bei Drucken richtige Rahmung, frische Luft, angenehme Temperatur und kein direktes Sonnenlicht. Doch es wäre schade, diese schönen Drucke nicht (er)scheinen zu lassen! Lassen Sie sich lieber auf das Experiment ein, das den Blättern konzeptionell eingeschrieben ist.


Diese sich der Wahrnehmung entziehenden Veränderungen, die sich überall in der Natur zutragen, sind ein Thema Moriceaus, das er mit dem Anliegen des Klimaschutzes verbindet. Denn auch die Umweltzerstörung und die Klimaveränderung sind Prozesse, die langsam verlaufen und nicht immer gleich sichtbar werden, aber ab einem gewissen Punkt unumkehrbar sind. Aus diesem Wissen heraus resultiert auch sein Interesse für botanische Gärten, die einerseits Pflanzen vor dem Aussterben retten. Andererseits haben sie in ihrer Künstlichkeit nicht mehr viel mit Natur zu tun. Wenn uns eines Tages nur noch diese Gärten unter Glas bleiben, haben wir das Spiel auf Zeit verloren.


Fotos aus der Siebdruckwerkstatt Gundolf Roy


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