Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>
<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>
<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>

Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012

<p>Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014</p>
<p>Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014</p>
<p>Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014</p>

Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014

<p>Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis</p>
<p>Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis</p>
<p>Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis</p>

Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis

<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>
<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>
<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>

Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011

<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>

Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

Jerry Zeniuk

E 406 Selfportrait, 2005
Radierung 79,0 x 57,0 cm / 28,3 x 33,0 cm

E 407 Let go, 2005
Farbradierung von drei Platten 39,5 x 57,0 cm/ 24,0x 33,0cm

Papierqualität: Hahnemühle Bütten 300 g/qm
Drucker: E.A. München

Mit Jerry Zeniuk haben wir neben Norbert Schwontkowski einen weiteren Maler für unsere Einzelblätter gewinnen können. Die künstlerischen Vorgehensweisen beider könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein. Zeniuk hat nahezu jeden erzählerischen Gestus aus seinen Bildern verbannt und beschäftigt sich in seinen Arbeiten überwiegend mit Farbe und Form. Seine künstlerische Haltung und seinen Werdegang fasst Rupert Walser wie folgt zusammen:

Aus der Ukraine stammend, in Deutschland 1945 geboren, in den USA groß geworden, ist Jerry Zeniuk seit mehr als 30 Jahren eine der interessantesten und polarisierendsten Persönlichkeiten in der Malerei. In den 70er Jahren Protagonist der analytischen oder fundamentalen Malerei, werden seine damals noch monochrom erscheinenden, aber schon tief farbräumlich schimmernden Bilder auf internationalen Ausstellungen bis hin zur documenta 1977 gezeigt. Seitdem schafft er auf einem halsbrecherisch freiheitsliebenden wie frappierend konsequenten Weg bis heute ein Werk, das die amerikanische Moderne, die große Tradition der europäischen Malerei und neuerdings auch die fernöstliche Bildwelt im Blick hat und doch singulär Jerry Zeniuk ist – rotzfrech provozierend und atemberaubend gefährlich schön.

Zeniuks Einzelblätter zur diesjährigen Frühjahrswahl stellen in der Geschichte seiner Editionen für die griffelkunst eine Besonderheit dar: Nach den Lithographie-Serien und Einzelblättern aus den Jahren 1996, 2000 und 2001 stellen wir den Künstler erstmals mit zwei Radierungen vor. Zwischen beiden Drucken entsteht ein Spannungsfeld, dessen Zentrum fast alles über den Künstler und sein Werk zu sagen vermag. Das Blatt Selfportrait zeigt einen Abdruck seiner Hand als dunkle Fläche auf hellem Grund. Die Fingerkuppen sind als helle Berührungspunkte hervorgehoben, so dass man förmlich den Druck spürt, der auf die Kupferplatte ausgeübt wurde. Die Hervorhebung der Handarbeit in Kombination mit dem Titel Selfportrait lädt zu zahlreichen Interpretationen ein. Mit der Farbradierung Let go hat er der sehr persönlichen Aussage ein Motiv kontrastierend zur Seite gestellt, in dem seine Handschrift weit weniger offensichtlich ist. Auf dem Blatt begegnen sich ein grüner und ein roter Farbfleck, ziehen sich an und stoßen sich als Komplementärfarben gleichzeitig ab. Nur an den Rändern der Kreise wird ihr verbindendes Element sichtbar, denn beide überlagern eine Fläche aus strahlendem Gelb.

E 406
E 407

Jerry Zeniuk

1945 geboren in Bardowick bei Lüneburg

 

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