Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>
<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>
<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>

Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011

<p>Drucker Detlef Jäger beim Auftragen der Farbe auf eine Radierplatte</p>
<p>Drucker Detlef Jäger beim Auftragen der Farbe auf eine Radierplatte</p>
<p>Drucker Detlef Jäger beim Auftragen der Farbe auf eine Radierplatte</p>

Drucker Detlef Jäger beim Auftragen der Farbe auf eine Radierplatte

<p>Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014</p>
<p>Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014</p>
<p>Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014</p>

Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014

<p>Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>
<p>Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>
<p>Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>

Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012

<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>
<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>
<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>

Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße

Daniel Wogenstein

Lithographie

E 515
ohne Titel, 2016
53 x 70 cm / 45 x 61 cm

E 516
ohne Titel, 2016
53 x 70 cm / 45 x 61 cm

Papierqualität: 250 g/qm Zerkall Alt Mainz
Drucker: Alexander Frohberg, Karlsruhe

Bodenschätze

von Brigitte Bedei

Auf Schwarz sieht man alles ist der Titel einer Arbeit von Daniel Wogenstein. In seinen großformatigen Ölbildern arbeitet er häufig mit reduzierten Bildelementen und graphischen Strukturen. Kacheln, Muster, Kreise oder Strahlen tauchen in seinen Bildern auf und leuchten aus dem dominierenden Schwarz heraus. Für den Maler ist Schwarz eine Farbe voller Kraft und Energie. Monotypien bilden dabei häufig den Untergrund für seine Malerei, oft druckt er einzelne Elemente direkt ins Bild. So entstehen mehrschichtig angelegte Bilder, in denen häufig Unikatdrucke den Malgrund bilden. Die Machart seiner Bilder hat dabei etwas sprödes, ruppiges, wie etwa die Farbpressungen zwischen ungehobelten Holzplanken.

Für die griffelkunst hat Daniel Wogenstein einen experimentellen Umgang mit der Lithographie entwickelt, indem er dreidimensionale Formen und Strukturen über ein Umdruckverfahren in die Fläche transferiert.

Der Maler zeigt Fragmente aus dem Raum seines Künstleralltags: dem Atelier. Der Atelierboden mit seinen charakteristischen Arbeitsspuren und Strukturen ist Gegenstand der Auseinandersetzung. In einem Reservage-Verfahren nimmt Wogenstein die Strukturen des Bodens auf und macht im weiteren Verlauf seiner Arbeit den gesamten Prozess der Lithographie sichtbar: Über ein Umdruckverfahren überträgt der Maler mit Hilfe von Gummi arabicum, einem wasserlöslichen Harz, die Bodenstruktur auf die Druckform, den porösen Lithographiestein. Die bunten Farbreste und erhabenen Stellen des Fußbodens bleiben im Druck schließlich weiß auf schwarzem Grund stehen, da sich das Gummi arabicum in den offenen Poren des Steines verankert und so verhindert, dass der Stein Farbe aufnimmt. Die schwarze Farbe nehmen nur die Stellen an, die keinen Kontakt mit dem wasserabweisenden Harz hatten. Die eigentlich farbige, reliefartige Bodenstruktur erscheint im Flachdruck invers und zeigt kontrastreiche Graphiken in schwarzweiß, die eine dynamische und charaktervolle Oberflächenstruktur entfalten.

Daniel Wogenstein wird 1977 in Oelsnitz im Vogtland geboren. Von 2000 bis 2006 studiert er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Professor Gustav Kluge und wird schließlich sein Meisterschüler. In der Galerie V8 Plattform in Karlsruhe, deren Mitbegründer er ist, zeigt Wogenstein mehrfach seine Arbeiten. 2009 erhält er das Karlsruher Kulturstipendium der Stadt Karlsruhe mit begleitender Ausstellung 2011.

Publikationen
Städtische Galerie Karlsruhe (Hrsg.): Der unaufhaltsame Aufstieg von Flaschen und Draufgängern, Karlsruhe 2010
Staatliche Akademie der Bildenden Künste (Hrsg.): Vorsprung durch Zeit, Karlsruhe 2009

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