Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>

Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012</p>
<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012</p>
<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012</p>

Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012

<p>Jenny Holzer Edition entsteht</p>
<p>Jenny Holzer Edition entsteht</p>
<p>Jenny Holzer Edition entsteht</p>

Jenny Holzer Edition entsteht

<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>
<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>
<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>

Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße

<p>Im Atelier von Anja Tchepets</p>
<p>Im Atelier von Anja Tchepets</p>
<p>Im Atelier von Anja Tchepets</p>

Im Atelier von Anja Tchepets

Stephen Wilks

E 442 A Piece of Blue Sky 1, 2008
Farbphotographie (C-Print)
50,0 x 60,0 cm / 33,5 x 50,0 cm

E 443 A Piece of Blue Sky 2, 2008
Farbphotographie (C-Print)
50,0 x 60,0 cm / 33,5 x 50,0 cm

Papierqualität: Fuji Archive Christal
Hersteller: LeoLab, Hamburg

Viele Mitglieder schwärmen noch heute von den sechs Photographien des britischen Künstlers Stephen Wilks, die wir vor sieben Jahren verlegt haben. Mit zwei größeren Einzelblättern zeigen wir nun neue Arbeiten des Künstlers, die von der poetischen Kraft seiner Photographien zeugen. Auch in der aktuellen Edition erkennt man den Flaneur wieder, der die Großstadt durchstreift und seine Motive wie beiläufig findet. In Wilks ́ Fall ist es die Hauptstadt Berlin, die er in stillen Aufnahmen porträtiert. Die Stadt tritt in den neuen Aufnahmen in den Hintergrund zu Gunsten von subjektiven, szenischen Impressionen. Wie schon Walter Benjamin über den Flaneur geschrieben hat, scheint der Blick nicht einseitig von ihm auszugehen, sondern von der Stadt erwidert oder regelrecht auf sich gezogen zu werden. Beim Betrachten von Wilks ́ Photographien kann man den Eindruck bekommen, die Stadt blicke zurück: Der Fetzen eines Plakates im Wind an einer improvisierten Absperrung zeigt für einen kurzen Moment ein Auge und scheint den Betrachter anzublicken. Auch das zweite ausgewählte Motiv zeigt eine Absperrung. Hier ist es eine leuchtend blaue Fläche, die den Blick fast magisch anzieht und an ein Stück Himmel denken lässt.

Stephen Wilks ́ Bilder sind Übungen im Sehen und Reflexionen über die Wahrnehmung gleichzeitig. Das verbindende Motiv der beiden Blätter, der Zaun, verweist auch auf Formen der Abgrenzung und des Einschlusses, wie sie überall zu finden und charakteristisch für das Bild der von Privatisierung bedrohten Städte sind. Gleichzeitig sind die Zäune durchlässig für den Blick und der Rahmen, vor dem sich die Bilder erst entwickeln können. Wie in seinen Performances, die ebenfalls zentral für seine Arbeitsweise sind, geht es Stephen Wilks um die Durchdringung von Kunst und Leben, um die künstlerische Inszenierung inmitten des alltäglichen Lebens. Seine Photos lassen sich als poetische Verdichtungen von Alltagsbeobachtungen beschreiben. Sie wiederholen für den Betrachter den glücklichen Moment einer unerwarteten Entdeckung, in dem sich die Wirklichkeit als verdichtete zeigt, um gleich wieder zu verschwinden.

E 442
E 443

Stephen Wilks

1964 in Bridgwater, England

 

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