Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>
<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>
<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>

Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011

<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>
<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>
<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>

Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße

<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>

Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

<p>Im Atelier von Anja Tchepets</p>
<p>Im Atelier von Anja Tchepets</p>
<p>Im Atelier von Anja Tchepets</p>

Im Atelier von Anja Tchepets

<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>
<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>
<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>

Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012

Ulrich Wellmann

E 472 ohne Titel, 2011
Farblithographie 68,2 x 56,0 cm

E 473 ohne Titel, 2011
Farblithographie 68,2 x 56,0 cm

Papierqualität: 250 g/qm Zerkall-Bütten
Drucker: Felix Bauer, Köln

Ulrich Wellmann ist Maler. Neben seinen eher konzeptuell und systematisch angelegten Gemälden steht eine eigene Werkgruppe gegenstandsloser Aquarelle, in der die improvisatorische Freiheit, wie sie die Wasserfarbenmalerei ermöglicht, im Vordergrund steht. Immer geht es ihm dabei um Farbe in all ihren möglichen Zuständen: Farbe als Material und als Energiepotenzial, die er durch betonte malerische Hinweise zum Bild werden lässt. Dabei ist die Spur des Pinsels untrennbar mit der Farbe verbunden, sodass der Prozess des Malens immer nachvollziehbar bleibt.
Bei der Betrachtung der Aquarelle von Ulrich Wellmann hat sich die Jury der griffelkunst gefragt, ob es möglich sei, den Prozess der Entfaltung, der Dichte, der Ausdünnung bis hin zur Auflösung der Farbe in eine Drucktechnik wie z.B. die Lithographie zu überführen. Felix Bauer, der als Drucker seit vielen Jahren feinste Lithographien für die griffelkunst realisiert hat, hat mit Ulrich Wellmann den Transfer versucht. Entstanden sind zwei wunderbare Lithographien, die jeweils in drei Farben angelegt sind.
Ein leuchtendes Grün breitet sich nuancenreich vor den Augen des Betrachters aus, und lässt die Entfaltung der Farbe nacherleben in ihrer Durchlässigkeit, Fragilität und Brüchigkeit. Darüber legt der Maler etwas dichtere, rote Pinselzüge, Markierungen, die der gesamten Farberscheinung Struktur und Halt bieten und dem Bild eine vage Räumlichkeit verleihen. Beim zweiten Blatt ist der Farbauftrag noch transparenter angelegt. Leichtes Grau und Violett begegnen sich, bewegen sich in einer für die Druckgraphik erstaunlichen Leichtigkeit aufeinander zu und verschmelzen miteinander zu einem Ganzen mit dem Weiß des Blattes. Vereinzelt oder in Gruppen stehen wieder kurze Malzüge, hier in Blau, auf der bereits ausgebreiteten Farbe. Die Pinselzüge führen den Betrachter durch das Farbgeschehen und machen das Gemalte zum Bild.
Beide Blätter wurden randlos gedruckt, sodass die Entfaltung der Farbe über das Bild hinausweist. So führt der Maler den Betrachter zur Farbe hin, leitet ihn über die Fläche in das Bild – und schließlich zum eigenen Sehen.
Brigitte Bedei

E 472
E 473

Ulrich Wellmann

1952 geboren in Herford

 

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