Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>

Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

<p>David Tremlett signiert in der Seilerstraße</p>
<p>David Tremlett signiert in der Seilerstraße</p>
<p>David Tremlett signiert in der Seilerstraße</p>

David Tremlett signiert in der Seilerstraße

<p>Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis</p>
<p>Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis</p>
<p>Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis</p>

Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis

<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße</p>
<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße</p>
<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße</p>

Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße

<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen</p>
<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen</p>
<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen</p>

Drucke von Anja Tchepets entstehen

Thomas Scheibitz

Projekt-Reihe
359./360. Wahl
III./IV. Quartal 2015

Photogravüren
64,0 x 50,0 cm / 30,0 x 21,0 cm
Echo 3D xyz

P 45 Ohne Titel
P 46 Ohne Titel
P 47 Ohne Titel
P 48 Ohne Titel
P 49 Ohne Titel
P 50 Ohne Titel

Papierqualität: 350 g/qm Incisioni
Drucker: Fritz Margull, Berlin

Thomas Scheibitz zum Entstehungsprozess der Serie Echo 3D xyz

Seitdem Thomas Scheibitz 2002 eine Edition für die griffelkunst realisiert hat, hofften wir auf eine zweite Serie des Künstlers. Fritz Margull, der damals wie heute die Serie gedruckt hat, zeigte uns erstmals Scheibitz’ neuartige Arbeiten, die von digital hergestellten Platten gedruckt werden. Wir waren von den ersten Versuchen sofort begeistert und baten den Künstler, eine Serie auf der Basis dieser Technik zu entwickelten. Wie er dabei genau vorgegangen ist, erklärt er selbst in einem kurzen Interview, das Stephanie Bunk per E-Mail mit ihm führte.

griffelkunst: In Ihrem Werk gibt es die beiden zentralen Richtungen Malerei und Skulptur, daneben machen Sie aber auch Arbeiten auf Papier sowie Zeichnungen, Objekte und Photographien. Die Blätter der aktuellen Edition heben sich technisch von alledem ab. Wie sind sie entstanden?

Thomas Scheibitz: Die einzelnen Schritte am Anfang kann ich gar nicht mehr richtig nachvollziehen. Es hat damit angefangen, dass ich jemandem die Aufgabe gegeben habe, einzelne Dinge und Formen aus Arbeiten und Bildern von mir nachzubauen, mit einem Programm, das mir vorher unbe- kannt war. Das Ziel war zunächst, »analog« gefundene und entwickelte Formen festzuhalten, zu spiegeln oder zu kippen usw. Ich brauchte dies ursprünglich für eine Idee, bei der 3D-Modelle aus einem Drucker nötig wurden. Technisch war das schon alles in Ordnung, aber mir sah es zu sehr nach einem Computerprogramm anno 2012 oder ähnlichem aus. Wir haben dann versucht, alles über diverse Kopierfunktionen und Phototechniken wieder nach Gips, Holz, Beton oder Metall aussehen zu lassen. Unterbelichtet oder überbelichtet. Das Schöne ist, dass alles auf einer Bühne steht und man jeden Standpunkt wählen kann, um den gewünschten Blickpunkt auf die Skulpturenmodelle zu haben.

griffelkunst: Jeweils zwei Motive der Serie zeigen verschiedene Ansichten der gleichen Formen. In welcher Beziehung stehen die beiden Blätter zueinander? Sind es Paare oder Versionen?

Thomas Scheibitz: Die sogenannten Rohlinge, die entstanden sind, haben wie bei meinen üblichen Archiv- und Werkkarten der Skulpturen zwei bis drei Ansichten. Eine Art Abwicklung im klassischen Sinn.

griffelkunst: In einem Gespräch mit Hans-Ulrich Obrist im Jahr 2007 sagten Sie, dass der Computer in Ihrem Studiosystem nur eine untergeordnete Rolle spielt. Hat sich das inzwischen verändert? Können Sie sich heute vorstellen, dass der Computer bei der Erfindung neuer Formen doch eine Unterstützung sein kann, und experimentieren Sie in diese Richtung?

Thomas Scheibitz: Computer spielen bei meinen Arbeiten immer noch eine untergeordnete Rolle. Wenn das eigentliche Werk klar auf dem Tisch liegt, ist danach der Computer nicht mehr wegzudenken, was den Überblick, die Archivierung angeht, die Mobilität, die Verfügbarkeit usw. Also alles schöne Werkzeuge. Aber Werkzeuge wird man wahrscheinlich auch hin und wieder austauschen wollen, die Ideen sollte das letztlich nicht beeinflussen.

Thomas Scheibitz, geboren 1968 in Radeberg, lebt und arbeitet in Berlin

Einzelausstellungen
2015 15.92 X 16, Parra & Romero, Madrid, Spanien (K)
2014 Radiopictures, Sprüth Magers Berlin
Studio Imaginaire, Tanya Bonakdar Gallery New York, USA (K)
2012/2013 One-Time Pad, MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main; BALTIC Centre for Contemporary Art, Newcastle, UK (K)
2010 Der ungefegte Raum, Galerie im Taxispalais, Innsbruck (K)

Ausstellungsbeteiligungen
2015 Kunstverein Reutlingen, Reutlingen
Art in Music, Werke aus der ACT Art Collection, Weserburg, Bremen Picasso in der Kunst der Gegenwart, Deichtorhallen, Hamburg
2014 Splendid Views, Salon Dahlmann, Berlin
Fruits de la passion, la collection du Centre Pompidou, Hyogo Prefectural Museum of Art of Kobe, Japan

© Griffelkunst e.V. 2017 Alle Rechte vorbehalten! Impressum