Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>

Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße</p>
<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße</p>
<p>Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße</p>

Tobias Zielony signiert in der Seilerstraße

<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>

Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

<p>Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>
<p>Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>
<p>Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>

Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012

<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>
<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>
<p>Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>

Aufbau der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012

Ronald Noorman

B-Reihe, 339. Wahl, III. Quartal 2010
Lithographien
30 x 40 cm (1–3) / 40 x 30 cm (4–6)

1. ohne Titel
2. ohne Titel
3. ohne Titel
4. ohne Titel
5. ohne Titel
6. ohne Titel

Papierqualität: 210 g/qm Zerkall Bütten
Drucker: Felix Bauer, Köln

„An manchen Tagen steige ich direkt nach dem Wachwerden die schmale Treppe hinauf in den dritten Stock des schmalen Amsterdamer Hauses, in dem ich mit meiner Familie lebe. Dort oben befindet sich mein Atelier. Bereits auf dem Weg denke ich darüber nach, wohin mich meine Reise mit Papier und Kohle oder Kreide heute führen wird. Werde ich am Tisch zeichnen oder – wie so oft – auf den Knien am Boden, vom Fenster weg, ein Blatt nach dem andern, solange bis der Boden voller Zeichnungen liegt und ich mich aus dem Atelier hinaus in den schmalen Flur gezeichnet habe, wo mich später Rijkje, meine Frau, findet?“

Ronald Noorman ist ein konsequenter Zeichner, der in einer reduzierten, abstrahierten Formensprache in den letzten dreißig Jahren ein umfangreiches Werk geschaffen hat. „Zeichnen ist so etwas wie Schreiben“ sagt der holländische Künstler über seine Arbeitsweise, in der er zu einer eigenen, individuellen Sprache gefunden hat. Für ihn liegt das Wesentliche in der Unmittelbarkeit und Direktheit, die sich in diesem Medium einstellt, und vor allem in der Reduktion. „Jede Zeichnung“, so der Künstler weiter, „ist ein Versuch zu sehen, wie weit man gehen kann – um es dann mit weniger zu versuchen.“ Es sind gerade diese Einfachheit und Konsequenz, die sein Werk so eindringlich machen.

Für die griffelkunst hat Noorman eine sechsteilige Lithographie-Serie realisiert. Die Reihe lässt sich formal in zwei Dreiergruppen unterteilen. Beginnend mit drei Querformaten variiert Noorman eine räumlich angelegte ovale Form, die er mit Kreide und Tusche direkt auf den Stein gezeichnet hat. Wie in vielen seiner Arbeiten geht es dabei um individuelle Territorien. „Mein/Dein“ ist dabei ein immer wiederkehrendes Thema, genau wie „Land erobern“, die Suche nach der Abgrenzung der eigenen, inneren Landschaft. So erschafft Noorman in den zeichnerisch angelegten Arbeiten einen breiten, tiefen Raum, der zunächst hervorgerufen und dann von kräftigen Strichen durchkreuzt, wieder abgeschlossen wird.
Die drei Hochformate 4-6 zeigen Motive, die immer wieder im zeichnerischen Formenrepertoire des Künstlers auftauchen: Eine große Acht zum Beispiel ist ein Verweis auf das in der Mathematik benutzte Symbol für den Begriff Unendlichkeit. Kraftvolle, groß angelegte Linienführungen auf lilafarbenem Grund lassen über- dimensionierte, zerborstene Heftklammern assoziieren. Zeichen, die eine Bedeutung im Universum des Künstlers haben. Das letzte Blatt der Serie zeigt eine geschlossene, fast raumfüllende Enklave, die in dem Werk von Noorman als Teil einer inneren Landschaftsbeschreibung gelesen werden kann. Es sind graphische Notate innerer Zustände und Seelenlandschaften, die der Künstler in einer ganz eigenen, nicht-figürlichen Handschrift zu Papier bringt.
Die Zeichnungen von Ronald Noorman sind visuelle Gedanken. Die Bedeutung des einzelnen Bildes ist oft nur schwer zu ergründen. Das ist vielleicht auch nicht immer nötig, wenn sich der Betrachter einlässt auf die ganz eigene Sprache des Künstlers, die Rhythmik, die durch die Linien und Formen im Blatt entsteht, Kontraste von hell und dunkel sowie den minimalen Einsatz der Mittel. So verleiht der Künstler inneren Zustandsbeschreibungen eine Form, um so unaussprechliche Gefühle und Gedanken zum Ausdruck zu bringen.

339 B1
339 B2
339 B3
339 B4
339 B5
339 B6

Ronal Noorman

1951 geboren in Hilversum, Niederlande

 

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