Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke</p>
<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke</p>
<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke</p>

In der Druckwerkstatt von Thomas Franke

<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>
<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>
<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>

Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011

<p>Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>
<p>Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>
<p>Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012</p>

Eröffnung der Ausstellung von Kai Schiemenz im Kunstraum Seilerstraße, Frühjahr 2012

<p>Stefan Marx in der Werkstatt Felix Bauer, Köln</p>
<p>Stefan Marx in der Werkstatt Felix Bauer, Köln</p>
<p>Stefan Marx in der Werkstatt Felix Bauer, Köln</p>

Stefan Marx in der Werkstatt Felix Bauer, Köln

<p>Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014</p>
<p>Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014</p>
<p>Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014</p>

Aufbau der Ausstellung “Thomas Kilpper – 150 Years of Printmaking”, 2014

Matt Mullican

C-REIHE, 335. WAHL, III. QUARTAL 2009
6+2=8. 2-4-8, 2009
Aquatinta (Reservage), Strichätzung
70,5 x 49,5 / 39,5 x 29,6 cm

1. ohne Titel (Strichätzung mit chine collé)
2. ohne Titel (Aquatinta)
3. ohne Titel (Aquatinta)
4. ohne Titel (Aquatinta)
5. ohne Titel (Aquatinta)
6. ohne Titel (Aquatinta)
7. ohne Titel (Aquatinta mit chine collé)
8. ohne Titel (Aquatinta)

Serie mit Mappe

Papierqualität: 300 g/qm Zerkall-Bütten
Drucker: Kunst- und Radierwerkstatt W. Jesse, Inh. M. Jäger, Berlin

Die Graphikserie, die Matt Mullican jetzt für die griffelkunst geschaffen hat, belegt eindrucksvoll, wie interessant es ist, einen sehr etablierten Künstler mit einem für ihn neuen Medium zu konfrontieren. Es überrascht alle. Matt Mullican hatte bis zu dieser Herausforderung in allen erdenklichen Medien gearbeitet, umso erstaunlicher, dass er sich noch nicht der klassischen Druckgraphik zugewandt hatte. Er ist bekannt geworden durch die Welt seiner Piktogramme, die ihm seine Sicht auf den Kosmos der Bilder erklären. Was uns wie große Ordnungstabellen erscheint, wurde von Mullican in Glas und Stein, Stoff und Metall umgesetzt, geschaffen für raumgreifende Installationen.

Die nun erarbeitete Serie geht zurück an die Anfänge seiner künstlerischen Tätigkeit. Matt Mullican ist ab 1974, nachdem er die Ausbildung am California Institute for the Arts abgeschlossen hatte, mit Performances aufgetreten, zum Teil unter Einfluss von Hypnose. Er hat sich in einen Trance-Zustand versetzen lassen, um seine inneren Bilder aus dem Unterbewusstsein zu entwickeln. Wie in einem Comic erfindet Mullican künstliche Figuren, mit denen er sich identifiziert. Video- Dokumentationen dieser Performances belegen, wie Mullican aus dem Gestus seiner Körperbewegungen heraus Texte und Zahlen auf Wände und Boden schreibt oder zeichnet – sie können als Teil komplexer Installation, wie z.B. dem M.I.T.-Projekt (1990 bis heute) dort integriert erscheinen. Viele Notizen sind anfänglich aus diesen Performances heraus entstanden, sie dienen ihm dazu, die Erfindungen seines bildnerischen Kosmos mit Figuren und signethaften Abkürzungen zu entwickeln, die immer auch als ein Diagramm von Beziehungen untereinander dargestellt sind.

Bei der vorliegenden, achtteiligen Graphikserie hat sich Matt Mullican seiner frühen Jahre erinnert und, ausgelöst durch die graphische Technik der Aquatinta mit Zuckerlösung und der Strichätzung, direkt auf die Kupferplatten geschrieben. Beide Tiefdrucktechniken bringen ganz unterschiedliche Oberflächen hervor. Was Mullican selbst am Ergebnis faszinierte, ist zum Einen die stempelartige Qualität des Bildes, die holzschnittartige Materialität der schwarzen Formen, aber auch, im Gegensatz dazu, die Leichtigkeit der Konturen, hervorgebracht durch die Strichätzung, die den leichten Gestus des Handschriftlichen unterstreichen. Diese Graphikserie erscheint wie der Auszug aus einem Tagebuch und macht das automatische Schreiben zu einem Bild, bekräftig dadurch, dass Mullican es seitenverkehrt belässt, um die graphischen Strukturen der Drucktechnik zu betonen.
Friedrich Meschede

335 C1
335 C2
335 C3
335 C4
335 C5
335 C6
335 C7
335 C8

Matt Mullican

1951 geboren in Santa Monica, CA, USA

 

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