Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>

Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

<p>Stefan Marx in der Werkstatt Felix Bauer, Köln</p>
<p>Stefan Marx in der Werkstatt Felix Bauer, Köln</p>
<p>Stefan Marx in der Werkstatt Felix Bauer, Köln</p>

Stefan Marx in der Werkstatt Felix Bauer, Köln

<p>Jenny Holzer Edition entsteht</p>
<p>Jenny Holzer Edition entsteht</p>
<p>Jenny Holzer Edition entsteht</p>

Jenny Holzer Edition entsteht

<p>Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis</p>
<p>Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis</p>
<p>Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis</p>

Druckstöcke und Andrucke von Birgit Brandis

<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>
<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>
<p>Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011</p>

Ruth May beim Aufbau der Ausstellung im Kunstraum Seilerstraße, Herbst 2011

Bärbel Messmann

A-Reihe, 337. Wahl, I. Quartal 2010
Farblithographien, 2010
38,5 x 26,5 cm

1. ohne Titel
2. ohne Titel
3. ohne Titel
4. ohne Titel
5. ohne Titel
6. ohne Titel

Papierqualität: 145 g/qm Zerkall Bütten
Drucker: Felix Bauer, Köln

Die Papierarbeiten von Bärbel Messmann zeigen in leichter Farbigkeit Muster, Liniengeflechte und Ornamente, aber auch gegenständliche Motive sowie Blätter, die sich dem Phänomen Farbe mit begrifflichen Mitteln nähern. „Zeichnungen & Farbtexte“ ist der Titel eines 2008 erschienenen Kataloges, in dem die Künstlerin gemalte Farbbezeichungen wie „glückliche Farbe“ oder „Plum Purple“ mit wässrigem Schwarz zu Papier gebracht hat. Daneben stehen poetische Textstücke, in denen Messmann spielerisch mit dem Thema Farbe jongliert: „Dein Pflaumenblau ist heller, meines gedeckt. Wir könnten tauschen oder die Farben mischen“.

Messmanns Bilder und Zeichnungen sind häufig geprägt von einer Palette kaum kategorisierbarer Mischtöne. In ihren Motiven sucht sie nach kleinsten Abstufungen einer bestimmten Farbe, sie experimentiert dabei mit Farbverläufen, Überlagerungen und Nachbarschaften.
Sechs Farblithographien hat die Künstlerin für die griffelkunst geschaffen, die insbesondere mit ihrem zeichnerischen Werk korrespondieren. Arabesken, Ornamente, Liniengeflechte und Muster sind Varianten sich wiederholender Motive, die sich in der Serie zu einem System aufeinander verweisender und kommentierender Strukturen formieren. Die Wechselwirkung der Bilder untereinander ist ein bewusst gestifteter Zusammenhang, den die Künstlerin durch die Präsentation ihrer Arbeiten verstärkt. Messmann bevorzugt die Hängung der Arbeiten in Gruppen. Durch die Anordnung an der Wand schafft sie ein Netz von Beziehungen, in dem auch dem Raum zwischen den Arbeiten eine große Bedeutung zukommt. Die umliegende Fläche ist das Tableau, auf dem die Zeichnungen ihre Wirkung entfalten. Die sechs Motive wurden randlos gedruckt, sodass sie über das Bild hinausweisen bzw. von außen hineinzuwachsen scheinen. Insbesondere die drei vegetabilen Motive 2, 3 und 6 scheinen vom Rand in den Bildraum zu wuchern. Auch die Gitterstruktur auf Blatt 1 scheint in Bewegung zu sein. Die gleichmäßige Linienführung, die das Muster eines Geschirrtuches assoziieren lässt, wirkt lebendig und beinahe hat man das Gefühl, die Form würde sich ändern, sobald man kurz den Blick abwendet. Häufig sind es beiläufige Alltagsbeobachtungen, die die Künstlerin in den Mittelpunkt ihrer künstlerischen Untersuchung stellt. So erinnert ein weiteres Linienmuster mit seinen vertikal gesetzten Linien und einer ausgesparten rechteckigen Fläche am oberen Bildrand an das Layout eines Heftes. Insbesondere in den liniengeführten Mustern schafft Bärbel Messmann feinste Farbverläufe in grün, orange und violett, die von Felix Bauer in Köln meisterhaft gedruckt wurden.

Zahlreiche Zeichnungen sind als Vorstudien für die Lithographieserie entstanden, bevor die Künstlerin mit der Arbeit auf dem Stein begonnen hat. Das Spiel mit der unterschiedlichen Dichte der Linien und die Ästhetik der Leichtigkeit von der Zeichnung in die Lithographie zu übersetzen, war dabei eine große Herausforderung. Wie die Zeichnungen nehmen auch die Graphiken untereinander Beziehungen auf, die Blätter beeinflussen einander in ihrer Farbigkeit, sie greifen ineinander und knüpfen Verbindungen.

337 A1
337 A2
337 A3
337 A4
337 A5
337 A6

Bärbel Messmann

1955 geboren in Münster/Westfalen

 

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