Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012</p>
<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012</p>
<p>Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012</p>

Beim Aufbau der Ausstellung von Dasha Shishkin, Herbst 2012

<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>

Eine Radierung entsteht, Druckwerkstatt der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

<p>David Tremlett signiert in der Seilerstraße</p>
<p>David Tremlett signiert in der Seilerstraße</p>
<p>David Tremlett signiert in der Seilerstraße</p>

David Tremlett signiert in der Seilerstraße

<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>
<p>Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee</p>

Prof. Hanns Schimansky und Studierende bei der Betrachtung von Graphiken an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

<p>Aufbau Installation Thorsten Brinkmann “Ernie & Se King”, Kunstraum Seilerstraße 2011</p>
<p>Aufbau Installation Thorsten Brinkmann “Ernie & Se King”, Kunstraum Seilerstraße 2011</p>
<p>Aufbau Installation Thorsten Brinkmann “Ernie & Se King”, Kunstraum Seilerstraße 2011</p>

Aufbau Installation Thorsten Brinkmann “Ernie & Se King”, Kunstraum Seilerstraße 2011

Horst Janssen

Horst Janssen und die griffelkunst

von Dirk Dobke

Horst Janssen und die griffelkunst – das ist eine spannende, höchst abwechslungsreiche und lebendige editorische Verbindung. Kein anderer Künstler hat die griffelkunst über einen so langen Zeitraum und mit so vielen Editionen begleitet wie Horst Janssen. Noch immer bringen viele die griffelkunst mit seinen Arbeiten in Verbindung und umgekehrt.
Nach dem ersten Werkverzeichnis seiner bei der griffelkunst erschienenen Drucke aus dem Jahr 1989 legen wir zu dieser Frühjahrswahl den Nachfolgeband vor, der Janssens späte und posthum erditierten Drucke von 1990– 2013 verzeichnet. Als kleine editorische Sensation können wir zu diesem Werkverzeichnis die bislang unveröffentlichte Lithographie Landschaft herausgegeben –18 Jahre nach Janssens Tod! Horst Janssen, 1929 in Hamburg geboren, studierte bei Alfred Mahlau. Er war ein begnadeter Zeichner, seine erste Arbeit veröffentlichte er, gerade einmal 18-jährig, 1947 in der Wochenzeitung Die Zeit.
Als Künstler arbeitete er sich an den großen, klassischen Genres der Kunst wie dem Porträt, der Landschaft, dem Stillleben und in den Siebzigerjahren vor allem dem großen Bereich des Erotischen ab. In den späteren Arbeiten schildert er dann ebenso schonungslos offen und ungeschönt seinen körperlichen Verfall. Dabei sind sein Strich wie sein bildnerischer Ausdruck immer brüchig und morbide. Druckgraphisch experimentierte er zunächst mit Holzschnitten, die Technik der Radierung lernte er bei Paul Wunderlich, einem ebenfalls großen künstlerischen Einzelgänger aus seinem Hamburger Umfeld.
Janssen schuf zeitlebens unzählige Druckgraphiken und Portfolios, vor allem zusammen mit den Künstler-Druckern Hartmut Frielinghaus und Peter Loeding. Für Künstlertypen wie Horst Janssen ist es charakteristisch, gewissen Druckern beinahe blind die Umsetzung Ihrer Werke anzuvertrauen. So wurde Frielinghaus zu Janssens Adlatus und mit Loeding arbeitete er fast dreißig Jahre zusammen. Im Zentrum gerade dieses druckgraphischen Wirkens standen dabei in Hamburg sein Verlag St. Gertrude und die griffelkunst. Auch das jetzt von uns verlegte Blatt war ursprünglich seinem eigenen Verlag St. Gertrude zugedacht gewesen und unser Dank gilt Sabrina und Dierk Lemcke, dass sie so großzügig waren, uns den Archivstein für die Edition zu überlassen.

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