Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen</p>
<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen</p>
<p>Drucke von Anja Tchepets entstehen</p>

Drucke von Anja Tchepets entstehen

<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke</p>
<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke</p>
<p>In der Druckwerkstatt von Thomas Franke</p>

In der Druckwerkstatt von Thomas Franke

<p>Drucker Detlef Jäger beim Auftragen der Farbe auf eine Radierplatte</p>
<p>Drucker Detlef Jäger beim Auftragen der Farbe auf eine Radierplatte</p>
<p>Drucker Detlef Jäger beim Auftragen der Farbe auf eine Radierplatte</p>

Drucker Detlef Jäger beim Auftragen der Farbe auf eine Radierplatte

<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>
<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>
<p>Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße</p>

Ausstellung von Peter Kogler im Kunstraum Seilerstraße

<p>Bogomir Ecker signiert in der Seilerstraße, Hamburg</p>
<p>Bogomir Ecker signiert in der Seilerstraße, Hamburg</p>
<p>Bogomir Ecker signiert in der Seilerstraße, Hamburg</p>

Bogomir Ecker signiert in der Seilerstraße, Hamburg

Sven Drühl

A-Reihe, 344. Wahl, IV. Quartal 2011
Lithographien, 2011

1. SDWLW
65,5 x 50,5 cm / 51,5 x 42,0 cm
2. SDHH I
65,5 x 50,5 cm / 50,5 x 40,0 cm
3. SDHH (invers)
65,5 x 50,5 cm / 52,5 x 41,5 cm
4. SDHH II
50,5 x 65,5 cm / 41,5 x 51,5 cm
5. SDNN (Matterhorn)
50,5 x 65,5 cm / 40,0 x 49,5 cm
6. SDSB
50,0 x 65,5 cm / 40,5 x 52,0 cm

Papierqualität: 250 g/qm BFK Rives Bütten
Drucker: Tabor Presse, Berlin

Remix

von Karen Eliot

Die Werke von Sven Drühl zählen nach oberflächlicher Lesart zu der in sich widersprüchlichen Kategorie der zeitgenössischen Landschaftsmalerei. Bei intensiverer Betrachtung fällt jedoch auf, dass sie so unterschiedliche Bereiche wie mathematische Kombinatorik, Konzept- und serielle Kunst sowie Appropriation Art vereinen. Drühl generiert nicht etwa Landschaftsfragmente per Mouseclick aus vorgefertigten Computerrastern oder filmt das Hochgebirge, um es hinterher am Rechner zu manipulieren – nein – er sampelt eher altmodisch und zugleich sehr viel direkter, indem er auf den Fundus der Historie zurückgreift. Er verwendet bereits bestehende Gemälde der Kunstgeschichte und aktueller Kunst, so entstehen Remixe nach Motiven von Caspar David Friedrich und Joseph Anton Koch, aber auch von Eberhard Havekost oder Rowena Dring. Die Technik von Drühls Gemälden ist äußerst ungewöhnlich: Die Lineatur besteht aus Silikon, die Flächen aus ineinander fließenden Lacken und pastoser Ölfarbe.
Das serielle Moment liegt darin begründet, dass in Drühls unterschiedlichen Bilderserien immer wieder die gleichen Motivfragmente Verwendung finden: Berge von Felix Bürgers, Blumen von Ferdinand Hodler oder Bäume von Iwan Schischkin – sie bilden die Basis für den permutativen Zyklus, der um Variation und Innovation kreist und romantisch geprägte Naturentwürfe genauso hinterfragt wie postmoderne Zitatenkultur.

Die Gemälde der Undead-Serie (seit 2006) sind monochrom schwarz. Die Motive sind lediglich durch die Silikon-Lineatur auszumachen und die gesamte Tiefenwirkung entsteht durch den Duktus des dicken Ölfarbauftrags. Je nach Lichteinfall und Betrachterstandort sind unterschiedliche Elemente der Motive beleuchtet und somit akzentuiert. Schreitet der Betrachter an den Gemälden entlang, verändert sich der Bildeindruck mit jedem Schritt, es entsteht ein düsteres Vexierbild, das einerseits in der Tradition der Landschaftsmalerei und andererseits in der Tradition der schwarzen Gemälde von Robert Rauschenberg bis Gary Hume steht.

Für die griffelkunst-Edition hat Drühl nun erstmals Lithographien nach Motiven bzw. Motivfragmenten aus bestehenden Gemälden umgesetzt. Die Lineatur dient hierbei (wie bei den Gemälden) weitgehend als kompositorisches Gerüst, so dass sich z.B. die Bergmotive lediglich durch leichte Schraffuren ausbilden. Bei den Ast-Motiven dagegen spielt das gestische Moment ein große Rolle, so muten etwa die Himmelstrukturen oder in der Invertierung die Aststrukturen beinahe informell an und verweisen so auf das Prinzip des Zufalls, das auch in Drühls Lackbildern zum Tragen kommt.

344 A1
344 A2
344 A3
344 A4
344 A5
344 A6

Sven Drühl

geboren 1968 in Nassau an der Lahn

© Griffelkunst e.V. 2017 Alle Rechte vorbehalten! Impressum